Samsung könnte vollständig auf eigene Speicherchips in Flagship-Geräten verzichten und sich auf Drittanbieter verlassen

Von: Viktor Tsyrfa | heute, 16:39

Die Produktion von hauseigenen Prozessoren steht nicht nur vor technologischen Herausforderungen, sondern auch die Speicherproduktion hat ihre eigenen schwierigen Zeiten. Wie bereits erwähnt, hat Samsung zum ersten Mal die Spitzenposition verloren in der RAM-Produktion an SK Hynix. Die fundamentale Krise hat nicht nur die Aufträge für Drittanbieter betroffen, sondern auch die eigene Smartphone-Produktion.

Für seine Flaggschiff-Serie Galaxy S25 hat das Unternehmen anfangs fast ausschließlich Micron-Chips verwendet, aber später fiel ihr Anteil auf 40%, und Samsung begann, 60% bereitzustellen. Jüngste Berichte deuten jedoch darauf hin, dass Samsung den Anteil seines Partners erneut auf 60% erhöhen könnte, was bedeutet, dass Micron wieder der Hauptlieferant wird. Ein kürzliches Treffen zwischen Samsung und Micron deutet darauf hin, dass ihre Zusammenarbeit in der S26-Serie nur intensiver werden wird.

Was bedeutet das?

Der Grund für die Bestellung von Chips bei Drittanbietern ist derselbe - ein niedriger Prozentsatz funktionierender Exemplare in der eigenen Produktion. Während das Unternehmen für seine Budgetlinien weniger moderne Produktionslinien verwendet, erfordern seine Flaggschiff-Produkte hochmoderne Hochgeschwindigkeitsmodule, bei deren Beherrschung das Unternehmen Probleme hat. Dies ist umso überraschender, da Samsung Teil zahlreicher Allianzen und Konsortien ist, die neue Speicherstandards entwickeln und standardisieren.

Micron konnte seine Position im Premium-Segment stärken. Samsung wird wahrscheinlich seine Energie auf HBM-Speicher für KI-Server umschichten, was das am schnellsten wachsende Segment ist. Es ist unklar, ob das Unternehmen in der Lage sein wird, verlorenes Terrain zurückzugewinnen, sucht jedoch aktiv nach Lösungen für das Problem.