Mercedes wird die A-Klasse behalten, aber die Produktion von Deutschland nach Ungarn verlagern
Mercedes-Benz hat beschlossen, die kompakte A-Klasse in seinem Sortiment zu behalten und die Produktion der aktuellen Generation nach 2025 zu verlängern. Gleichzeitig ändert das Unternehmen seine Produktionsstrategie: Bald wird die A-Klasse nicht mehr in Deutschland gefertigt.
Was bekannt ist
Wie von Automotive News berichtet, wird die Produktion des Hatchbacks vom Werk in Rastatt zum Mercedes-Benz Werk in Kecskemét, Ungarn verlagert. Der Beginn der Montage in Ungarn ist für das zweite Quartal des Jahres geplant. Das jährliche Produktionsvolumen wird auf 300-400 Tausend Fahrzeuge geschätzt.
Die Verlagerung der Produktion ist in erster Linie auf Kostensenkung zurückzuführen. Niedrigere Arbeits- und Betriebskosten machen den ungarischen Standort für die A-Klasse-Produktion günstiger und ermöglichen es Mercedes, die Marge bei seinem günstigsten Modell aufrechtzuerhalten. Diese Entscheidung passt in ein großangelegtes Kostenoptimierungsprogramm, in dessen Rahmen das Unternehmen bis Ende 2027 etwa 5 Milliarden Euro einsparen will.
Die aktuelle Generation der A-Klasse, die 2018 eingeführt wurde, wird bis 2028 in Produktion bleiben. Der Nachfolger des Modells befindet sich bereits in der Entwicklung. Es wird erwartet, dass die nächste Generation auf der MMA-Plattform gebaut wird - der gleichen Architektur, die im neuen CLA verwendet wird. Dies wird es ermöglichen, Versionen mit sowohl Verbrennungsmotoren als auch vollständig elektrischen Modifikationen je nach Markt anzubieten.
Die Entscheidung, die Lebensdauer der A-Klasse zu verlängern, folgte auf eine Phase der Unsicherheit. Anfang 2025 kündigte Mercedes Pläne an, die Produktion des Modells nach der aktuellen Generation einzustellen. Später, im September, tauchten Berichte über einen möglichen Ersatz der A-Klasse durch ein neues kompaktes Crossover auf.
Die Verlagerung der Produktion nach Ungarn behebt auch Produktionsaufgaben innerhalb der Gruppe. Die freigewordene Kapazität des Werks in Deutschland wird für die Produktion neuer Modelle auf der MMA-Plattform, einschließlich des CLA, genutzt.
Quelle: Automotive News