Bei Ubisoft braut sich eine Rebellion zusammen: Mitarbeiter kritisieren offen das Management und sind von der bevorstehenden Katastrophe des Unternehmens überzeugt

Von: Anton Kratiuk | heute, 11:42

Die Gaming-Community diskutiert weiter heiß über die groß angelegte Umstrukturierung bei Ubisoft, bei der das Unternehmen sechs Spiele abgesagt, darunter Prince of Persia: The Sands of Time, sieben Veröffentlichungen verschoben, zwei Studios geschlossen und die Schaffung von fünf Kreativhäusern angekündigt hat, die sich um bestimmte Franchises kümmern werden. Darüber hinaus sind laut Medienberichten mehr als 2.200 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen von Entlassungen bedroht.

Die Situation beim Publisher ist seit langem ungesund, aber jetzt erreicht sie den Siedepunkt und könnte für Ubisoft zu einer echten Katastrophe werden.

Was ist bekannt

Der angesehene Insider Tom Henderson berichtete, dass laut seinen Quellen bei Ubisoft eine Rebellion im Gange sei. Mitarbeiter nutzen alle Kommunikationskanäle, um offen die Handlungen des Managements zu kritisieren, die das einst wertvollste europäische Gaming-Unternehmen Jahr für Jahr weiter in die Krise stürzen, und alle nachfolgenden Entscheidungen verschlimmern die Situation nur noch.

Die Menschen haben keine Angst vor Entlassungen, weil sie sich um ihre Stelle bei Ubisoft keine Sorgen machen und viele, die nicht auf die Entwicklungen warten, suchen bereits nach neuen Jobs und äußern kühn ihre Unzufriedenheit gegenüber der Unternehmensführung. Viele im Team betrachten die jüngste Umstrukturierung vernünftigerweise als „den letzten Nagel im Sarg von Ubisoft“.

Henderson betont, dass viele talentierte Spezialisten bei Ubisoft arbeiten und zweifellos andere Entwickler sie gerne aufnehmen werden, während das französische Unternehmen mit einem akuten Personalmangel konfrontiert sein wird, was wiederum zu Verzögerungen bei der Veröffentlichung der verbleibenden Spiele und einem Qualitätsverlust führen wird.

Ubisofts kurzsichtige Politik und eine Reihe von offensichtlich falschen Entscheidungen haben dazu geführt, dass das Unternehmen, das vor nur 4 Jahren mehr als 10 Milliarden Euro wert war, mehr als 95 % seines Wertes verloren hat und noch weit davon entfernt ist, aus der Krise herauszukommen.

Quelle: @_Tom_Henderson_