BMW hat im Werk München mit der Vorserienproduktion des elektrischen i3 begonnen
BMW hat den neuen elektrischen i3 offiziell aus der Prototypenphase herausgebracht. Das Unternehmen hat die Vorserienproduktion des Modells im Hauptwerk in München gestartet.
Was bekannt ist
Zur Markierung dieser Phase hat BMW die ersten offiziellen Bilder der getarnten Autos veröffentlicht, die so nah wie möglich an der Serienversion sind. Der Hersteller stellt fest, dass diese Autos mit einem vollständigen Produktionszyklus montiert werden – vom Stanzkörper bis zur Endmontage. Die Aufgabe der Vorserien-Einheiten besteht darin, Logistik, Ausstattung und Arbeitsprozesse zu überprüfen, bevor die Massenproduktion, die für die zweite Hälfte des Jahres 2026 vorgesehen ist, beginnt.
Dies ist ein wichtiger Schritt für das Projekt. Frühe i3-Modelle wurden teilweise an einem Pilotstandort in der Nähe des BMW Forschungs- und Innovationszentrums montiert. Nun jedoch, nach der Fertigstellung neuer Karosserieschweiß-, Lackier- und Montagehallen in München, durchläuft das Elektrofahrzeug alle Produktionsstufen in einem einzigen Werk – genau wie die Serienmodelle.
Der elektrische i3 und die nächste Generation der 3er-Reihe mit Verbrennungsmotoren durchlaufen gleichzeitig Straßentests und ähneln sich aufgrund der gemeinsamen Neuen Klasse Designsprache. Technisch sind dies jedoch unterschiedliche Fahrzeuge.
Der elektrische i3 basiert auf der spezialisierten Neuen Klasse Plattform für Elektrofahrzeuge, die 2026 im iX3-Crossover debütieren wird. Inzwischen wird die Verbrennungsversion die CLAR-Plattform beibehalten. Die Modelle lassen sich auch äußerlich unterscheiden: Der i3 hat eine elegantere Dachlinie, unterschiedliche Tür- und Fensterformen sowie einen anders positionierten Ladeanschluss als die Tankklappe der Verbrennungsversion. Es wird fast keine Unterschiede im Innenraum geben – beide Modelle werden ein futuristisches Interieur mit einem separaten zentralen Display und einem entlang der Frontpartie gestreckten Panoramabildschirm iDrive bieten.
Offizielle Spezifikationen der Antriebseinheiten wurden noch nicht bekanntgegeben, aber die Benchmark-Ziele sind bereits klar. Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass der Allradantrieb BMW i3 50 xDrive bis zu 469 PS (345 kW) leisten und nach dem EPA-Zyklus eine Reichweite von über 644 km bieten kann. Dies sollte durch eine große Traktionsbatterie und die Unterstützung von ultraschnellem DC-Laden erleichtert werden. Später wird eine erschwinglichere heckgetriebene Version in der Reihe erscheinen, genauso wie ein bestätigtes "geladenes" elektrisches M3, das das leistungsstärkste und schwerste in der Reihe sein wird.
BMW stellt auch fest, dass sich die Mitarbeiterschulung allmählich von virtuellen Simulatoren hin zum Arbeiten mit tatsächlicher Ausrüstung im Werk verschiebt. Dies ist ein weiteres Signal, dass der Modellstart bereits nahe ist. Obwohl die Karosserien vorerst getarnt bleiben, hat der elektrische i3 effektiv die letzte Vorbereitungsphase erreicht: Die ersten Auslieferungen an Kunden sind für Anfang 2027 geplant.
Quelle: BMW