Mercedes-Benz ruft Mercedes-Benz EQB zum dritten Mal wegen Brandgefahr der Batterie zurück
Mercedes-Benz kündigte den dritten Rückruf des EQB Elektro-Crossovers in den Vereinigten Staaten wegen einer möglichen Brandgefahr der Hochspannungsbatterie an. Der Grund wird als Risiko eines internen Kurzschlusses angegeben.
Was ist bekannt
Die Rückrufkampagne betrifft 11.895 Fahrzeuge, von denen einige bereits zwei vorherige Rückrufe wegen desselben Problems hatten.
Früher versuchte der Hersteller, den Defekt durch ein Software-Update zu beheben. Es sollte das Risiko verringern, bis die genaue Ursache des Fehlers ermittelt wurde. Eine weitere Analyse, die gemeinsam mit dem chinesischen Unternehmen Farasis Energy — dem Batteriehersteller — durchgeführt wurde, zeigte jedoch, dass die Softwarelösung das Problem nicht vollständig beseitigt.
Nun wird das Unternehmen die Hochspannungsbatterien kostenlos austauschen. Vor der Ankündigung des neuen Rückrufs hatten etwa 74 % der betroffenen Fahrzeuge das Software-Update installiert, wie aus bei der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) in den USA eingereichten Dokumenten hervorgeht.
Der Rückruf betrifft Fahrzeuge der Modelljahre 2022–2024, die vom 13. Dezember 2021 bis zum 9. Mai 2024 hergestellt wurden. Laut dem NHTSA-Bericht kann eine Kombination von frühen Produktionsmerkmalen der Batterie und Betriebsbedingungen zu internen Kurzschlüssen und einem erhöhten Brandrisiko führen.
Es wird darauf hingewiesen, dass einige Elemente der frühen Produktionsbatterien weniger widerstandsfähig gegen Belastungen sind im Vergleich zu späteren Versionen. Gleichzeitig kann ein möglicher Kurzschluss bei einem hohen Ladezustand auftreten. Besitzern von Fahrzeugen, die noch keine vorherigen Updates erhalten haben, wird empfohlen, das Laden auf 80 % zu begrenzen und die Autos im Freien zu parken, bis die Batterie ausgetauscht ist.
Mercedes-Benz meldete zwei Brandvorfälle in den Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit diesem Problem. Beide traten bei Fahrzeugen auf, die vom Rückruf betroffen sind. Das Unternehmen gibt an, dass es keine Berichte über Brände in den USA bei Fahrzeugen erhalten hat, bei denen das Software-Update vorher installiert wurde.
Die Produktion des EQB wurde Ende letzten Jahres eingestellt. Das Modell wird durch den neuen GLB mit EQ-Technologie ersetzt.
Quelle: InsideEVs