Südkorea erklärt Powerbanks den Krieg: Warum Sie jetzt nicht mehr im Flugzeug laden können
Südkorea ist das erste Land der Welt geworden, in dem die Flugsicherheit über den Komfort der unendlichen Scroller-Liebhaber gesiegt hat. Alle Passagierfluggesellschaften im Land haben gleichzeitig ein vollständiges Verbot der Nutzung externer Batterien während der Flüge verhängt. Die letzte 'Bastion', die dem Druck der neuen Regeln nachgab, war die Billigfluggesellschaft T'way Air, womit die Frage endete, ob Smartphones in der Luft über der Koreanischen Halbinsel aufgeladen werden können. Die Antwort lautet nein.
Einheit für Sicherheit
Die Situation ist einzigartig, weil das Verbot keine selektive Initiative einzelner Fluggesellschaften ist. Alle lokalen Marktteilnehmer, darunter Giganten wie Korean Air und Asiana Airlines, operieren jetzt unter einem einheitlichen Protokoll. Dies macht Südkorea zu einer Art Testgelände für radikale Flugsicherheitsmaßnahmen, die möglicherweise bald in anderen Teilen der Welt angenommen werden.
Der Anstoß für solch strenge Maßnahmen war keine theoretische Angst, sondern ein sehr reales Feuer am internationalen Flughafen Gimhae in Busan im Januar 2025. Lithium-Ionen-Batterien stehen schon lange unter genauer Beobachtung der Regulierungsbehörden aufgrund ihrer Neigung zum thermischen Durchgehen. Wenn solch ein Gerät im begrenzten Raum eines Flugzeugs in einer Höhe von 10 Kilometern zu brennen beginnt, erweisen sich normale Feuerlöscher oft als machtlos. Die Crew muss nicht nur gegen ein Feuer kämpfen, sondern gegen eine chemische Reaktion, die fast unmöglich zu stoppen ist, bis die Elemente vollständig ausgebrannt sind.
Neue Etikette für den Batterietransport
Trotz des Nutzungsverbots können Powerbanks weiterhin an Bord genommen werden, aber das Verfahren ähnelt nun der Vorbereitung auf den Transport gefährlicher Abfälle. Die Regeln sind beispiellos streng geworden, und die Passagiere müssen sich an neue Rituale vor dem Einsteigen gewöhnen:
- Alle Ein- und Ausgangsanschlüsse der Batterie müssen mit Isolierband versiegelt oder das Gerät in einem speziellen luftdichten Gehäuse untergebracht sein.
- Es ist strengstens untersagt, Powerbanks in den Gepäckfächern zu verstecken.
- Das Gerät muss immer im direkten Blickfeld des Besitzers sein – zum Beispiel in der Sitztasche oder in einer Tasche unter dem Sitz.
Die Logik ist einfach: Wenn das Gerät zu rauchen beginnt, sollte der Besitzer oder ein Flugbegleiter es sofort bemerken, und nicht erst, wenn geschmolzener Kunststoff aus dem Gepäckfach tropft. Die Billigfluggesellschaft Eastar Jet setzte solche Regeln erstmals letzten Herbst um, und jetzt ist dies ein landesweiter Standard geworden.
Kontext und Konsequenzen
Es ist zu verstehen, dass laut IATA die Zahl der Vorfälle im Zusammenhang mit Lithiumbatterien jährlich proportional zur Menge an Elektronik in unseren Taschen zunimmt. Südkoreanische Fluggesellschaften haben einfach beschlossen, nicht auf eine Katastrophe zu warten, sondern proaktiv zu handeln. Für Passagiere bedeutet das nur eines: es lohnt sich, in Geräte mit energieeffizienten Bildschirmen zu investieren oder sich einfach an die Existenz von Papierbüchern zu erinnern, denn Steckdosen im Flugzeug sind jetzt ein Privileg und kein Grundrecht.
Während die zivile Luftfahrt mit den Risiken von Unterhaltungselektronik zu kämpfen hat, erfordern militärische Technologien ein völlig anderes Unterstützungsniveau. So hat der 'Come Back Alive'-Fonds kürzlich mobile Komplexe zur Wartung von F-16-Flugzeugen an die Streitkräfte der Ukraine gespendet, was die Komplexität der modernen Luftfahrtinfrastruktur zeigt.