Suzuki übernimmt Kanadevia zur Stärkung der Festkörperbatterietechnologie für sicherere, langlebigere Elektrofahrzeuge
Suzuki übernahm die japanische Firma Kanadevia, die sich auf die Produktion von Festkörper-Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert hat. Das Unternehmen ist seit 2006 im Bereich Energiespeicherung tätig. Bis zum 1. Oktober 2024 war es als Hitachi Zosen Corporation bekannt.
Das Unternehmen lieferte Batterien für verschiedene Industrien, einschließlich Halbleiterfertigungsanlagen und Ausrüstungen, die außerhalb des „Kibo“-Moduls auf der Internationalen Raumstation installiert sind. Am 1. Juli wird Kanadevia seine Technologien und Vermögenswerte an Suzuki übertragen.
Laut dem Automobilhersteller basieren die Festkörper-Lithium-Ionen-Batterien von Kanadevia auf einer firmeneigenen „trockenen“ Produktionstechnologie. Dieses Merkmal gewährleistet ein hohes Sicherheitsniveau, indem es flüssige Lecks eliminiert, die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen erhöht und den Betrieb der Batterien in einem breiten Temperaturbereich ermöglicht.
Mit dieser Technologie erwartet Suzuki, den Rückstand zu anderen japanischen Herstellern wie Toyota und Nissan zu schließen, die bereits Pläne zur Implementierung von Festkörperbatterien angekündigt haben. Internationale Automobilunternehmen wie Mercedes-Benz, Stellantis und Volkswagen investieren ebenfalls aktiv in die Entwicklung ähnlicher Lösungen und arbeiten mit Technologieunternehmen wie Factorial Energy und QuantumScape zusammen.
Das Interesse an Festkörperbatterien erklärt sich durch mehrere wesentliche Vorteile. Solche Batterien zeichnen sich durch hohe Energiedichte, Unterstützung für das Schnellladen aus und sind im Vergleich zu derzeit beliebten Alternativen weniger brandgefährdet.
Infolgedessen werden Festkörperbatterien als eine der vielversprechenden Technologien für die zukünftige Entwicklung des elektrischen Transports angesehen.
Quelle: Suzuki