Robotics-Chef von OpenAI tritt aufgrund von Bedenken über umstrittenen Pentagon-Deal zurück

Von: Volodymyr Stetsiuk | heute, 00:52

Die Leiterin der Robotics-Hardware-Abteilung bei OpenAI, Caitlin Kalinowski, kündigte ihren Rücktritt an, nachdem das Unternehmen eine Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium unterzeichnet hatte. Sie gab ihre Entscheidung auf der sozialen Medienplattform X bekannt.

Was bekannt ist

Kalinowski war für die Hardware-Aspekte der Robotik-Projekte des Unternehmens verantwortlich. In ihrer Nachricht kritisierte sie die Eile der Entscheidung, mit dem US-Verteidigungsministerium zu kooperieren, und gab an, dass die Ankündigung der Partnerschaft ohne klar definierte Beschränkungen für die Nutzung der Technologie erfolgte.

Laut ihr erforderten die Fragen der möglichen Überwachung von Bürgern ohne richterliche Aufsicht und die Schaffung autonomer Waffen ohne menschliche Beteiligung eine viel breitere Diskussion. Sie betonte, dass es in erster Linie um Managementfragen und das Fehlen klarer Regeln für den Einsatz von künstlicher Intelligenz gehe.

OpenAI bestätigte Kalinowskis Rücktritt und erklärte, dass derzeit nicht geplant sei, einen neuen Leiter für ihre Position zu ernennen. Das Unternehmen merkte außerdem an, dass man sich der verschiedenen Ansichten zur Nutzung von KI im Bereich der nationalen Sicherheit bewusst sei und den Dialog mit interessierten Parteien fortsetzen werde.

Die Erklärung des Unternehmens erwähnt, dass die Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium einen verantwortungsvollen Einsatz der Technologie impliziere. Insbesondere betonte OpenAI, dass es die Überwachung von Amerikanern und die Schaffung vollständig autonomer Waffen nicht unterstütze. Zuvor erklärte Unternehmens-CEO Sam Altman auch, dass die Bedingungen der Vereinbarung möglicherweise angepasst werden könnten, um die Nutzung der Technologie zur Überwachung von US-Bürgern ausdrücklich zu verbieten.

Quelle: Caitlin Kalinowski