OpenAI will ChatGPT mit Sora für Videogenerierung ausbauen: Knackt die Nutzerbasis die Marke von 1 Milliarde?
OpenAI will das Videomodell Sora direkt in ChatGPT integrieren. Das soll die Funktionen des Chatbots deutlich erweitern und noch mehr Nutzer auf die Plattform ziehen.
Das ist bisher bekannt
Die eigenständige Sora-App erschien im September 2025 zusammen mit dem Modell Sora 2 und wurde schnell populär. Mit der Zeit ließ das Interesse jedoch nach, weil Nutzer bei Anzahl und Art der erstellbaren Videos auf Grenzen stießen. Die Einbindung in ChatGPT könnte der Technologie neuen Schub geben und die Reichweite der Plattform erneut vergrößern.
Medienberichten zufolge hatte ChatGPT im Februar 2026 rund 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Die zusätzliche Videogenerierung könnte OpenAI helfen, die Schwelle von 1 Milliarde Nutzern zu überschreiten. Gleichzeitig soll die separate Sora-App bestehen bleiben, obwohl sie bereits nicht mehr zu den 100 beliebtesten Gratis-Apps im App Store zählt.
Wie viel die Videogenerierung kosten wird, hat das Unternehmen bislang nicht offengelegt. Im Jahr 2025 konnten Nutzer in der Sora-App pro Konto zudem bis zu 30 Videos pro Tag kostenlos erstellen.
Nach Schätzungen von The Information rechnet OpenAI damit, dass die Rechenkosten für den Betrieb seiner Modelle zwischen 2026 und 2030 auf mehr als 225 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspricht grob mehr als 245 Milliarden Euro. Zugleich testet das Unternehmen verschiedene Modelle zur Monetarisierung, darunter auch ein Creditsystem für die Erstellung neuer Videos.
Warum das relevant ist
Für normale Nutzer wäre die Integration vor allem ein Komfortgewinn: Texte, Bilder und Videos könnten in einer einzigen Oberfläche entstehen. Für den deutschen Markt dürfte besonders wichtig sein, wie OpenAI Preise gestaltet, Nutzungsgrenzen setzt und mit Fragen zu Urheberrecht, Datenschutz und Kennzeichnung von KI-Inhalten umgeht.
Der Vorteil liegt auf der Hand: kreative Aufgaben würden schneller und einfacher. Der Nachteil: Höhere Rechenkosten könnten zu strengeren Limits oder kostenpflichtigen Paketen führen. Für den Markt bedeutet das mehr Konkurrenz bei KI-Tools für Content-Erstellung und vermutlich steigenden Druck auf andere Anbieter, ähnliche Funktionen in ihre Dienste einzubauen.
Quelle: The Information