Renault revolutioniert EV-Fabrik mit humanoiden Robotern für schwere Hebearbeiten und Effizienzsteigerung
Renault hat begonnen, humanoide Roboter in ihrem Elektrofahrzeug-Werk in Frankreich einzusetzen. Das Unternehmen verwendet sie, um schwere, monotone Aufgaben zu erledigen, um die körperliche Belastung der Mitarbeiter zu reduzieren und die Produktionseffizienz zu steigern.
Was bekannt ist
Der erste Roboter arbeitet bereits an der Linie: Er bewegt Reifen und platziert sie auf einem Förderband, das Teile zur Montage liefert. In den nächsten 18 Monaten plant Renault, seine Flotte solcher Geräte auf 350 Einheiten zu erweitern. Dies ist Teil einer Strategie, die Produktionszeit für ein Auto um 30 % zu verkürzen und die Kosten innerhalb von fünf Jahren um 20 % zu senken.
Der Roboter wurde von dem in New York ansässigen Startup Wandercraft entwickelt. Das Modell Calvin-40 kann bis zu 40 kg heben und solche Operationen hunderte Male täglich ohne Unterbrechungen durchführen. Der Roboter ist mit Kameras auf Körperebene und LED-Anzeigen ausgestattet, die seinen Status anzeigen.
Im Gegensatz zu Konzepten wie Tesla Optimus ahmt der Roboter in der Renault-Fabrik nicht vollständig das menschliche Erscheinungsbild nach. Er ist für die autonome Arbeit und Integration in die Industrieumgebung konzipiert. Dies ist bereits die zweite Generation des Systems, die in nur 40 Tagen entwickelt wurde. Die vorherige Version wurde im April 2025 vorgestellt und dank AI-Training wurde die Arbeitsgeschwindigkeit in weniger als sechs Monaten verdoppelt.
Im Juni 2025 erwarb Renault eine Minderheitsbeteiligung an Wandercraft und investierte 75 Millionen US-Dollar in die Entwicklung. Calvin-40 kann geschult werden, um Teile unterschiedlicher Art aus Containern zu entnehmen, aber derzeit sind seine Fähigkeiten auf das Anheben von Reifen und den Transport von Platten in der Karosseriewerkstatt beschränkt. Begrenzende Faktoren sind Geschwindigkeit und Geschicklichkeit.
Renault betont, dass Roboter Menschen nicht in der Endmontage ersetzen werden, wo hohe Präzision und Flexibilität erforderlich sind. Laut Thierry Charvet, Produktionsleiter bei Renault, sind solche Systeme noch nicht in der Lage, komplexe Operationen auf Augenhöhe mit Menschen auszuführen.
Quelle: InsideEVs