Amazon kürzt USPS-Lieferungen um zwei Drittel aufgrund eines Ausschreibungsstreits, plant alternative Lösungen
Amazon plant, das Liefervolumen durch den United States Postal Service (USPS) erheblich zu reduzieren — bereits in diesem Jahr um mindestens zwei Drittel. Der Grund dafür ist eine Änderung der Kooperationsbedingungen: USPS verweigerte direkte Verhandlungen und wechselte zu einem neuen Ausschreibungssystem.
Was bekannt ist
Laut dem Wall Street Journal machte Amazon im Jahr 2025 etwa 15 % aller USPS-Lieferungen aus. Gleichzeitig beendete der United States Postal Service das Geschäftsjahr mit Verlusten von etwa 9 Milliarden US-Dollar.
Der Vertrag zwischen den Parteien endet am 30. September 2026. Amazon erklärte, dass sie bereits im Herbst 2025 USPS auf die Notwendigkeit hinwiesen, bis Dezember eine neue Vereinbarung zu unterzeichnen, da Logistik in diesem Umfang langfristige Planung und erhebliche Investitionen erfordert. Allerdings wurden die Verhandlungen laut dem Unternehmen im letzten Moment gestört.
Danach führte USPS-Chef David Steiner ein neues Partnermodell durch eine offene Ausschreibung ein. Das Unternehmen erklärte, dass dieses System voraussichtlich wettbewerbsfähigere Preise sicherstellen soll. Amazon bewarb sich im Februar 2026, hat jedoch noch keine Antwort erhalten.
Die Ergebnisse der Ausschreibung werden im zweiten Quartal 2026 erwartet, die Vertragsabschlüsse im dritten Quartal. Trotz dessen betont Amazon seine Bereitschaft, die Zusammenarbeit fortzusetzen, bereitet aber gleichzeitig bereits alternative Logistiklösungen vor.
Quelle: WSJ