Capcom lehnt KI-generierte Inhalte in Spielen ab: Was das für Resident Evil- und Monster Hunter-Fans bedeutet

Von: Anton Kratiuk | gestern, 21:15

Generative künstliche Intelligenz und neuronale Netzwerke sind ein großes Diskussionsthema in der Spieleindustrie geworden und haben beispielsweise die Diskussion über Lootboxen und die Objektivierung weiblicher Charaktere ersetzt. Studios und Spieler haben unterschiedliche Ansichten darüber, ob es einen Platz für die neueste Technologie in Spielen gibt, und der japanische Publisher Capcom hat seine Position dargelegt.

Neuronale Netzwerke werden Künstler und Designer nicht ersetzen

In einem Investoren-Briefing erklärten Vertreter von Capcom, dass künstliche Intelligenz eingesetzt wird, um die Geschäftseffizienz und andere organisatorische Ziele zu steigern, aber die Benutzer werden Inhalte, die direkt von GenAI erstellt werden, nicht in Spielen sehen.

Wir integrieren keine von generativer KI erstellten Materialien in Spielinhalte. Gleichzeitig planen wir, Technologien aktiv zu nutzen, die die Effizienz und Produktivität der Spielentwicklung steigern. Daher erforschen wir derzeit, wie wir sie in verschiedenen Bereichen wie Grafik, Sound und Programmierung anwenden können.

Zweifellos wird eine solche Entscheidung von Capcom von den Spielern positiv aufgenommen, aber nur zukünftige Spiele werden zeigen, wie das Unternehmen zu seinem Wort steht.

Es ist wahrscheinlich, dass Capcoms interne Studios in den frühen Produktionsphasen dennoch auf GenAI zurückgreifen werden, um Konzeptkunst und temporäre 'Platzhalter' zu erstellen, aber diese werden näher zum Veröffentlichungszeitpunkt entfernt. Viele Entwickler machen dies bereits, was die Geschwindigkeit der Arbeit steigert und finanzielle Ressourcen effizienter nutzt. Erinnern wir uns jedoch daran, dass die Koreaner von Pearl Abyss vergassen, Kunstwerke von neuronalen Netzwerken aus der Veröffentlichungsfassung von Crimson Desert zu entfernen, was heftige Kritik von Spielern hervorrief.

Quelle: Capcom