Dyson Supersonic Travel: Der Premium-Föhn schrumpft für das Handgepäck
Warum sollte mich das interessieren? Wer häufig reist, kennt das Dilemma: Entweder man schleppt den schweren Profi-Föhn im Koffer mit, oder man vertraut auf die oft schwachbrüstigen Wandgeräte in Hotelzimmern, die das Haar eher rösten als trocknen. Dyson will dieses Problem nun mit einer dedizierten Reisevariante seines Klassikers lösen.
Dyson bringt mit dem Supersonic Travel eine deutlich kompaktere Version seines bekannten Haartrockners auf den Markt. Das neue Gerät wiegt lediglich 330 Gramm und ist damit rund ein Viertel leichter als das Standardmodell. Für Reisende ist das entscheidend, da das Gerät nicht nur weniger Platz im Koffer beansprucht, sondern auch bei der Nutzung deutlich leichter in der Hand liegt.
Viel Leistung auf kleinem Raum
Trotz der geschrumpften Maße – das Gehäuse ist laut Hersteller um 32 Prozent kleiner geworden – bleibt die Kerntechnik erhalten. Im Griff arbeitet weiterhin der digitale Motor V9, der mit bis zu 110.000 Umdrehungen pro Minute rotiert. Diese hohe Drehzahl ist notwendig, um einen präzisen Luftstrom zu erzeugen, der das Haar schnell trocknet, ohne auf extreme Hitze angewiesen zu sein.
Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal für die Haargesundheit ist die integrierte Temperaturkontrolle. Sensoren messen die Lufttemperatur bis zu 100-mal pro Sekunde. Damit wird verhindert, dass die Hitze einen kritischen Schwellenwert überschreitet, was den natürlichen Glanz der Haare schützt und Hitzeschäden minimiert. In der Tech-Welt ist Dyson für diese präzise Steuerung bekannt, die das Unternehmen auch in seinen Luftreinigern und Staubsaugern einsetzt.
Endlich weltweit kompatibel
Das eigentliche Highlight für Weltenbummler ist jedoch die technische Anpassung an verschiedene Stromnetze. Während viele herkömmliche Haartrockner bei einem Wechsel von Europa (230 Volt) in die USA (110 Volt) entweder an Leistung verlieren oder gar nicht erst funktionieren, unterstützt der Supersonic Travel eine Universalspannung von 100 bis 240 Volt. Damit arbeitet das Gerät in Tokio genauso zuverlässig wie in Berlin oder New York. Ein einfacher Steckdosenadapter genügt, ein schwerer Spannungswandler ist nicht mehr nötig.
Wie bei der Marke üblich, werden die Aufsätze – etwa die Styling-Düse oder der Diffusor für Locken – magnetisch am Kopf des Geräts befestigt. Das erleichtert den schnellen Wechsel während des Stylings. Dyson positioniert das Gerät mit einem Preis von rund 300 US-Dollar im Premium-Segment. Dyson hat sich bisher nicht zu einem exakten Euro-Preis geäußert, doch erfahrungsgemäß dürfte sich dieser in einem ähnlichen Rahmen bewegen.
Ein teures, aber nützliches Werkzeug
Ob man bereit ist, den Preis eines Mittelklasse-Smartphones für einen Reiseföhn auszugeben, bleibt eine individuelle Entscheidung. Wer jedoch beruflich viel unterwegs ist und Wert auf ein gepflegtes Äußeres legt, findet derzeit kaum eine technisch vergleichbare Alternative, die so konsequent auf Portabilität getrimmt wurde. Die Kombination aus geringem Gewicht und der intelligenten Hitzesteuerung macht den Supersonic Travel zu einem Werkzeug, das den Koffer zwar teurer, aber das Reiseleben deutlich komfortabler macht.