Huawei Mate XT 2: Das zweite Tri-Fold kommt im Oktober 2026

Von: Paul Schmitt | heute, 17:36

Huawei plant sein zweites Tri-Fold-Smartphone für Oktober 2026 – und die technischen Eckdaten klingen ambitioniert. Laut dem chinesischen Insider-Kanal Hyperdimensional Realm, der bereits das ursprüngliche Mate XT und die Pura-90-Serie korrekt vorhergesagt hatte, bringt das Mate XT 2 einen neuen Prozessor, einen deutlich größeren Akku und eine überarbeitete Scharnierkonstruktion mit. Der Preis dürfte erneut jenseits von 3.000 Euro liegen – genauso wie beim Vorgänger, der hierzulande für rund 3.100 bis 3.800 Euro erhältlich war.

Der Chip

Das Herzstück ist der Kirin 9050 Pro – Nachfolger des Kirin 9020 im aktuellen Mate XT. Huawei entwickelt seine Prozessoren weiterhin in Eigenregie, da US-Sanktionen den Zugang zu westlicher Chip-Technologie blockieren. Der neue NPU-Kern (Neuronalprozessor) soll KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät erledigen: Echtzeit-Übersetzung, intelligente Bildbearbeitung und ähnliche Funktionen ohne Cloud-Umweg. Die Vorstellung soll gleichzeitig mit der Mate-90-Flaggschiffserie stattfinden, berichtet GSMArena.

Das Scharnier und der Akku

Eine der größten Schwächen von Falt-Smartphones ist die sichtbare Knickstelle im Display. Huawei will das beim Mate XT 2 mit einem vollständig neu entwickelten Scharniermodell angehen – das aufgeklappte Gerät soll optisch wie ein durchgehendes Panel wirken. Parallel steigt die Akkukapazität von 5.600 mAh auf über 6.000 mAh, so Gizmochina. Bei einem Gerät, das im aufgeklappten Zustand eine Diagonale von über zehn Zoll erreicht und drei Displays versorgt, ist das eine echte Herausforderung für die Ingenieursabteilung.

Die Kamera

Beim Kamerasystem übernimmt das Mate XT 2 offenbar Teile der Optik aus der Mate-X7-Serie – konkret ein 50-MP-Hauptobjektiv, ein 50-MP-Periskopteleobjektiv und eine 40-MP-Ultraweitwinkelkamera. Damit wäre es unter den Tri-Fold-Geräten das Gerät mit der bislang stärksten Fotoausstattung. Vier Farben stehen zur Wahl: Schwarz, Rot, Lila und Weiß.

Verfügbarkeit in Deutschland

Das ist der entscheidende Vorbehalt: Eine offizielle Markteinführung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist für das Mate XT 2 bisher nicht bestätigt. Das ursprüngliche Mate XT war hierzulande nur über Importeure erhältlich – kein regulärer Einzelhandel, kein offizieller Support. Hinzu kommt HarmonyOS ohne Google-Dienste: Gmail, Maps und YouTube fehlen, was für viele Nutzer ein K.O.-Kriterium bleibt. Wer auf ein Tri-Fold mit vollständigem Android-Ökosystem wartet, hat möglicherweise mit dem Samsung Galaxy Z TriFold eine Alternative – sofern Samsung dieses Gerät wie geplant auf den Markt bringt.