Eine Million Menschen auf dem Mars: SpaceX schnürt für Musk ein Paket in Billionenhöhe
SpaceX hat Elon Musk ein Vergütungspaket genehmigt, das seinesgleichen sucht: 200 Millionen stimmrechtsstarke Aktien – aber nur, wenn das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 7,5 Billionen Dollar (rund 6,9 Billionen Euro) erreicht und eine dauerhafte Marskolonie mit mindestens einer Million Einwohnern aufbaut. Das geht aus einer vertraulichen SEC-Einreichung hervor, die Reuters (28.04.2026) eingesehen hat. Zum Vergleich: 7,5 Billionen Dollar übersteigen die aktuelle Marktkapitalisierung von Apple und Microsoft zusammen deutlich.
Die Ziele
Der Vorstand stimmte dem Plan im Januar 2026 zu. Zusätzlich zu den Mars-Bedingungen sind weitere 60,4 Millionen Aktien an den Aufbau einer Recheninfrastruktur von 100 Terawatt geknüpft – gedacht als orbitale Rechenzentren für künftige KI-Anwendungen. Musk bezieht seit 2019 ein symbolisches Jahresgehalt von 54.080 Dollar; sein eigentlicher Anteil am Unternehmen besteht aus Aktienoptionen. Governance-Experten nennen das Gesamtpaket laut Bloomberg beispiellos in der Unternehmensgeschichte. Es gibt keine Frist: Die Aktien werden nur freigegeben, wenn die Ziele tatsächlich erreicht werden und Musk weiterhin für SpaceX tätig ist.

Das IPO
SpaceX plant den Börsengang für den 28. Juni 2026 – Musks Geburtstag. Die angestrebte Bewertung liegt bei 1,75 Billionen Dollar, der Erlös soll zwischen 50 und 75 Milliarden Dollar betragen – was den größten Börsengang der Geschichte bedeuten würde. Besonders auffällig: Laut Techi IPO Tracker (April 2026) sind 30 Prozent der Aktien für Privatanleger reserviert, deutlich mehr als die üblichen 5 bis 10 Prozent bei großen US-Börsengängen. Die Nachfrage soll das Angebot zehn- bis zwanzigfach übersteigen.
Die Aktienstruktur gibt Musk dauerhaft die Kontrolle: Klasse-B-Aktien (für Musk) haben zehn Stimmen, Klasse-A-Aktien (für die Öffentlichkeit) nur eine. Für europäische Raumfahrtunternehmen wie Arianespace oder den europäischen Satellitenbetreiber Eutelsat könnte ein börsennotiertes SpaceX mit frischem Kapital den Wettbewerbsdruck erheblich erhöhen. Eine offizielle Stellungnahme von SpaceX oder deutschen Branchenakteuren liegt bislang nicht vor.
Der Ausblick
Grundlage für alle Marsambitionen bleibt das Raumschiff Starship. Musk hat wiederholt betont, dass die Transportkosten auf unter 100.000 Dollar pro Tonne fallen müssen, damit eine Massenbesiedlung wirtschaftlich wird. Ob das gelingt, ist offen – ebenso wie die Frage, wann die erste Tonne tatsächlich auf dem Mars landet. Das Vergütungspaket selbst setzt keine Frist. Es belohnt nur, wer liefert.