Ende der günstigen Flaggschiffe: Redmi K100 springt in die Premiumklasse

Ende der günstigen Flaggschiffe: Redmi K100 springt in die Premiumklasse

Die Redmi-K-Serie galt jahrelang als Geheimtipp für alle, die ein Topgerät ohne Aufpreis für den Markennamen wollten. Damit ist jetzt offenbar Schluss: Neue Leaks deuten darauf hin, dass der Redmi K100 in die Preisklasse klassischer Premiumsmartphones vordringt – und das mit einem Aufschlag von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorgänger.

Der Preis

Laut dem chinesischen Insider Digital Chat Station, berichtet Gizmochina, startet die Basisversion des Redmi K100 mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher bei rund 4.000 Yuan – umgerechnet etwa 585 Euro. Der direkte Vorgänger Redmi K90 kostete zum Start noch 2.600 Yuan, also rund 380 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von 54 Prozent. Die Pro-Max-Variante soll mit rund 5.000 Yuan (circa 730 Euro) noch deutlich teurer werden.

Das Innenleben

Das Basismodell K100 soll den Snapdragon 8 Elite Gen 5 erhalten – weiterhin ein sehr leistungsfähiger Chip, aber nicht der neueste. Den bekommt die Pro-Max-Version: Ihr wird der Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro auf TSMC-2nm-Basis zugesprochen, ergänzt durch LPDDR6-Arbeitsspeicher und UFS-5.0-Speicher. Genau diese Komponenten treiben die Kosten in die Höhe. Ein einzelner TSMC-2nm-Wafer kostet laut WCCFtech rund 30.000 Dollar – Qualcomm gibt damit mehr als 300 Dollar allein für den Chip pro Gerät aus. Hinzu kommen gestiegene Preise für RAM, bedingt durch die hohe Nachfrage aus KI-Rechenzentren, sowie aufwendigere Kühlsysteme für die neuen, leistungshungrigen Prozessoren. Xiaomi gibt das schlicht an Käufer weiter.

Verfügbarkeit in Deutschland

Den Redmi K100 direkt zu kaufen wird hierzulande kaum möglich sein. Die K-Serie erscheint zunächst im Oktober 2026 exklusiv in China. Für den deutschen Markt ist eine Version unter dem Namen Poco F9 für das erste Quartal 2027 wahrscheinlich – über Händler wie MediaMarkt oder Amazon.de, sofern Xiaomi das Muster der K90-Einführung wiederholt. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Das Signal

Der Schritt ist kein Zufall. Xiaomi positioniert Redmi bewusst als Gewinntreiber, nicht mehr als Volumenbrand. Mit einem Basispreis von 585 Euro konkurriert der K100 direkt mit Geräten wie dem Samsung Galaxy S26 oder dem OnePlus 16 – die ebenfalls teurer werden. Wer auf einen günstigen Einstieg ins Flaggschiff-Segment gehofft hatte, muss künftig tiefer in die Tasche greifen.

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