Mac mini wird knapper: Apple stellt das 256-GB-Modell weltweit ein
Wer einen Mac mini kaufen möchte, zahlt ab sofort deutlich mehr: Apple hat das Basismodell mit 16 GB RAM und 256 GB SSD weltweit aus dem Sortiment genommen. In Deutschland klettert der Einstiegspreis damit von €699 auf €949 – ein Aufschlag von €250 für die neue Mindestausstattung mit 512 GB SSD. Der Schritt trifft vor allem Entwickler und Nutzer, die den Mac mini als günstigen Rechner für lokale KI-Modelle einsetzen.
Der Hintergrund
Verantwortlich ist ein globaler DRAM-Engpass, ausgelöst durch die explodierende Nachfrage nach Speicherchips in KI-Rechenzentren – von Unternehmen wie OpenAI, Google und Microsoft. Laut TheNextWeb stieg der Bedarf an Server-DRAM im Vergleich zum Vorquartal um bis zu 95 Prozent; KI-Anwendungen beanspruchen inzwischen rund 20 Prozent der weltweiten DRAM-Produktion.
Apple-Chef Tim Cook bestätigte auf dem Quartalsgespräch Ende April, die Speicherknappheit werde den Mac-Bereich „noch mehrere Monate" belasten – die Nachfrage durch KI- und Agenten-Anwendungen habe alle Erwartungen übertroffen, so MacRumors. Konkrete Aussagen zu Europa oder Deutschland machte Apple nicht.
Der Markt in Deutschland
Die Folgen sind direkt spürbar: Die Varianten mit 32 GB und 64 GB RAM sind im deutschen Apple Store derzeit nicht bestellbar. Wer nicht warten möchte, greift zur einzig verfügbaren Konfiguration – 16 GB RAM, 512 GB SSD – für €949. Wie Notebookcheck analysiert, verändert das die Kaufentscheidung spürbar: Das MacBook Neo ist mit €599 nun günstiger als der Mac mini, das MacBook Air M5 kostet €1.099 und richtet sich an Nutzer, die Mobilität brauchen.
Für Entwickler, die lokale Sprachmodelle oder KI-Agenten auf dem Mac mini betreiben wollten, wird es damit kurzfristig eng. Wann ein M5-Mac-mini erscheint, ist offen – laut Apfelpatient gilt Herbst 2026 als wahrscheinlicher Termin, ein früheres Erscheinen zur WWDC im Juni ist möglich, aber unbestätigt.
Was tun?
Wer jetzt kaufen muss, kommt an den €949 nicht vorbei. Wer Zeit hat, kann auf den M5-Nachfolger warten – vorausgesetzt, der Speichermangel entspannt sich bis dahin. Als Alternative bleibt das MacBook Neo, das allerdings kein vollwertiger Desktop-Ersatz ist.