Ask.com ist offline: Das Ende einer Suchmaschinen-Ära

Ask.com ist offline: Das Ende einer Suchmaschinen-Ära

Ask.com ist seit dem 1. Mai 2026 nicht mehr erreichbar. Der Betreiber InterActiveCorp (IAC) hat die Suchmaschine nach über 25 Jahren endgültig eingestellt und begründet den Schritt mit einer geänderten Geschäftsstrategie. Damit verschwindet einer der letzten verbliebenen eigenständigen Suchdienste aus dem frühen Web.

Der Weg von Ask Jeeves zu Ask.com

Gestartet wurde die Plattform 1997 unter dem Namen Ask Jeeves – mit einem ungewöhnlichen Ansatz: Nutzerinnen und Nutzer konnten Fragen in natürlicher Sprache eingeben und erhielten darauf abgestimmte Antworten. Das war damals eine echte technische Eigenständigkeit, lange bevor Google den Markt dominierte. IAC übernahm Ask Jeeves im Jahr 2005 für 1,85 Milliarden US-Dollar, berichtet Pulse 2. 2006 verschwand der Butler-Maskottchen „Jeeves" und die Marke wurde zu Ask.com umbenannt. Ab 2010 versuchte das Unternehmen, sich als Frage-und-Antwort-Plattform neu zu erfinden – ohne nachhaltigen Erfolg gegen Google.

Auf der Abschiedsseite heißt es lapidar: „Wir haben beschlossen, unser Suchgeschäft einzustellen, das Ask.com umfasst." Der letzte Satz lautet symbolisch: „Der Geist von Jeeves lebt weiter."

Was das Scheitern zeigt

In Deutschland war Ask.com nie mehr als ein Nischenangebot – die meisten Nutzerinnen und Nutzer wandten sich direkt an Google. Doch das Ende der Plattform verdeutlicht ein strukturelles Problem: Der Suchmarkt ist auf wenige Akteure zusammengeschrumpft. Google hält hierzulande einen Marktanteil von weit über 90 Prozent, Microsoft Bing folgt mit großem Abstand. Eigenständige Alternativen wie das deutsche MetaGer oder Ecosia existieren, spielen aber im Alltag kaum eine Rolle.

Dabei ist die Kernidee von Ask Jeeves – die Suche per natürlicher Sprache – heute aktueller denn je. ChatGPT, Google Gemini und andere KI-Assistenten funktionieren genau nach diesem Prinzip. Ask hat das Konzept früh etabliert, konnte es aber nie zur Marktreife skalieren, schreibt PC Gamer.

Was bleibt

Ask.com reiht sich in eine lange Liste eingestellter Web-Dienste ein: AltaVista, AIM, AOL Search. Ob EU-Regulierung wie der Digital Markets Act an der Konzentration im Suchmarkt mittelfristig etwas ändert, bleibt abzuwarten. Vorerst stehen Nutzerinnen und Nutzer vor denselben wenigen Optionen wie zuvor – nur ohne Ask.

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