iOS 26.5: Apple aktiviert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten

iOS 26.5: Apple aktiviert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten

Mit iOS 26.5 führt Apple Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android ein. Die Funktion ist standardmäßig aktiv und schützt Chats so, dass nur Absender und Empfänger mitlesen können. Ob sie tatsächlich greift, hängt allerdings davon ab, ob der jeweilige Mobilfunkanbieter den neuen Standard unterstützt.

Der Standard dahinter

Technische Grundlage ist das RCS Universal Profile 3.0 der GSMA, das im März 2025 veröffentlicht wurde. Es setzt auf das Messaging Layer Security (MLS) Protokoll – dasselbe Verfahren, das auch für plattformübergreifende Interoperabilität ausgelegt ist. Apple hatte die Umsetzung bereits für „künftige Updates" angekündigt und die Funktion zunächst in der iOS-26.4-Beta getestet, dann aber zurückgezogen. In iOS 26.5 ist sie nun erneut enthalten, wie MacRumors (May 4, 2026) bestätigt.

Ist die Verschlüsselung aktiv, erscheint in der Nachrichten-App auf dem iPhone ein Schlosssymbol im Chat. Auf Android-Seite zeigt Google Messages dasselbe Symbol – die Darstellung ist identisch zu verschlüsselten RCS-Gesprächen zwischen zwei Android-Geräten, laut 9to5Google. Prüfen lässt sich der Status unter Einstellungen → Nachrichten → RCS-Nachrichten.

Die Lage in Deutschland

Ob und wann Deutsche Telekom, Vodafone und O2 das Universal Profile 3.0 vollständig unterstützen, ist bislang nicht öffentlich kommuniziert worden. Das Rollout erfolgt schrittweise und nicht flächendeckend zum Start – wer also iOS 26.5 installiert, sieht die verschlüsselten Chats erst dann, wenn Anbieter und Gegenstelle den Standard ebenfalls unterstützen.

Datenschutzrechtlich geht die Entwicklung in die richtige Richtung: MLS-Verschlüsselung erfüllt grundsätzlich die Anforderungen der DSGVO an technische Schutzmaßnahmen. Offen bleibt jedoch, wie Anbieter mit Metadaten umgehen – also etwa Zeitstempel oder Empfängerdaten, die auch bei verschlüsselten Inhalten auf Serverebene anfallen können. Der GSMA Newsroom (March 2025) beschreibt den Standard als „Sprung in Richtung sicheres und interoperables Messaging", lässt Fragen zur Metadatenverarbeitung aber weitgehend offen.

Ausblick

RCS-Unterstützung ist seit iOS 18 an Bord. Die Verschlüsselung war der letzte fehlende Baustein, um RCS-Chats mit iMessage sicherheitstechnisch gleichzuziehen. Für gemischte Haushalte mit iPhone und Android-Geräten – in Deutschland keine Seltenheit – bedeutet das konkret: Nachrichten über die reguläre Telefonnummer können künftig ähnlich sicher sein wie Chats über WhatsApp oder Signal, sobald alle Beteiligten auf dem aktuellen Stand sind.

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