Bloomberg: Aktionäre drängen Nintendo zur Preiserhöhung bei der Switch 2
Wer eine Nintendo Switch 2 kaufen möchte, sollte nicht zu lange warten: Laut einem Bericht von Bloomberg drängen Aktionäre den Konzern, den Preis der Konsole um 50 bis 100 US-Dollar anzuheben. Hintergrund sind gestiegene Kosten für Arbeitsspeicher, Transport und Rohstoffe, die die Margen empfindlich belasten. Nintendo hat sich bislang nicht offiziell geäußert.
Der Druck
Die Switch 2 kostet in Deutschland derzeit zwischen 429 und 459 Euro. Eine Erhöhung auf 480 bis 550 Euro würde sie deutlich teurer machen als eine PlayStation 5 in der Endphase ihres Zyklus. Dabei ist der Gesamtaufwand für Familien bereits hoch: Exklusive Titel wie Mario Kart World kosten bis zu 79,99 US-Dollar – in Europa sind es vergleichbare 75 bis 80 Euro. Konsole plus zwei oder drei Spiele ergeben schnell über 1.000 Euro.
Der Niko-Partners-Analyst hatte bereits im Januar 2026 eine Anhebung auf 499 Dollar vorhergesagt und die gestiegenen RAM-Preise als Hauptursache genannt – ein Anstieg von rund 41 Prozent. Der Aktionärsdruck könnte diesen Schritt nun früher erzwingen als erwartet.
Die Lage bei Nintendo
Nintendos Aktienkurs hat seit Jahresbeginn den stärksten Rückgang seit fast einem Jahrzehnt verzeichnet. Ende März meldete Bloomberg bereits, dass Nintendo die Switch-2-Produktion um mehr als 30 Prozent gedrosselt hat – wegen schwacher Verkaufszahlen in den USA. Die Fertigung findet größtenteils in Vietnam statt, das seit August 2025 mit einem US-Importzoll von 20 Prozent belastet wird. Dieser Kostendruck trifft mittelbar auch die Switch 2.
Was das bedeutet
Nintendo hat seine Position bislang mit einem vergleichsweise zugänglichen Preis verteidigt – gerade gegenüber PlayStation und Xbox. Eine Preiserhöhung würde diesen Vorteil abschwächen und die Konsole fest im Premium-Segment verankern. Für Familien, die ohnehin schon an den hohen Spielepreisen schlucken, wäre das eine weitere Hürde.
Wer die Switch 2 ohnehin kaufen wollte: Die aktuellen Preise auf dem deutschen Markt sind nach wie vor gültig – das könnte sich ändern.