Samsung Galaxy Ring 2 kommt erst 2027 – mit längerer Akkulaufzeit und schlankerer Form
Samsung wird sein zweites Smart-Ring-Modell nicht mehr in diesem Jahr vorstellen. Laut einem Bericht des koreanischen Branchenportals ETNews plant der Konzern den Start des Galaxy Ring 2 für Anfang 2027 – ursprünglich war eine Präsentation im Juli 2026 beim Galaxy Unpacked vorgesehen. Wer bereits über einen Kauf nachdenkt, muss sich also noch etwa ein Jahr gedulden.
Der Grund für die Verschiebung
Samsung begründet die Verzögerung intern mit dem langsamen Wachstum des Smart-Ring-Markts, dem Erscheinungskalender anderer Flaggschiff-Produkte und der erwarteten Wirkung von Marketingkampagnen. Offen bleibt, ob ein laufender Patentstreit mit dem Konkurrenten Oura ebenfalls eine Rolle spielt – Samsung hat sich dazu nicht geäußert. Der Galaxy Ring ist in Deutschland derzeit für 449 Euro erhältlich; ob der Nachfolger teurer oder günstiger wird, ist noch unbekannt.
Drei konkrete Verbesserungen
Notebookcheck fasst zusammen, woran Samsung beim Ring 2 arbeitet:
- Akkulaufzeit: Von derzeit sieben Tagen auf neun bis zehn Tage – möglich durch eine größere Batteriezelle. - Form: Dünneres und leichteres Gehäuse durch eine überarbeitete Anordnung der inneren Bauteile, was den Tragekomfort verbessern soll. - Sensoren: Genauere Messung der Hauttemperatur, bessere Schlafanalyse und aussagekräftigere Daten zur Herzkreislaufgesundheit.
Das sind exakt die Punkte, die Nutzer des ersten Ring am häufigsten kritisierten – begrenzte Akkulaufzeit und ein Formfaktor, der für manche Finger zu klobig wirkte.
Samsung als Gesundheitsplattform
Samsung positioniert den Galaxy Ring zunehmend als Teil einer persönlichen Gesundheitsplattform, die mit Galaxy AI und Samsung Health verknüpft ist. Die Aufgabenteilung sieht so aus: Die Galaxy Watch übernimmt Sporttracking und Benachrichtigungen, der Ring erfasst kontinuierlich Gesundheitsdaten im Alltag – ohne dass man ein Gerät am Handgelenk trägt.
Für iPhone-Nutzer bleibt der Ring damit weiterhin uninteressant: Die Funktionen sind tief in Samsungs eigenes Ökosystem eingebettet. Wettbewerber wie der Oura Ring 4 oder der RingConn Gen 2 verfolgen einen offeneren Ansatz und unterstützen auch iOS. Ob Samsung diese Beschränkung mit dem Ring 2 aufhebt, ist nicht bekannt.