Lexus TZ: Drei Sitzreihen, elektrischer Antrieb – und simulierter Benzinmotor

Lexus TZ: Drei Sitzreihen, elektrischer Antrieb – und simulierter Benzinmotor
{. Quelle: Foto: Toyota

Lexus stellt mit dem TZ seinen ersten dreireihen Elektro-SUV vor – und liefert damit eine direkte Antwort auf Modelle wie den Volvo EX90 und den Kia EV9. Der europäische Marktstart ist für 2027 bestätigt; Preise und Verfügbarkeit in Deutschland sind noch offen. Was den TZ von der Konkurrenz unterscheidet, ist nicht allein die Technik, sondern ein ungewöhnliches Komfortversprechen – inklusive einer Funktion, die viele EV-Käufer überraschen dürfte.

Antrieb und Reichweite

Zwei Akkuvarianten stehen zur Wahl: 76,96 kWh und 95,82 kWh. Mit dem größeren Akku verspricht Lexus bis zu 530 km Reichweite nach WLTP – im Alltag realistisch etwas weniger. Die Systemleistung liegt bei 420 PS; von null auf 97 km/h soll der TZ in 5,1 Sekunden beschleunigen, was für ein Fahrzeug dieser Größe ordentlich ist. Die maximale Ladeleistung beträgt 150 kW – kein Spitzenwert, aber ausreichend, um den Akku in rund 35 Minuten von 10 auf 80 Prozent zu laden. Für den deutschen Markt ist CCS1-Ladung wahrscheinlich; eine NACS-Integration wie in Nordamerika ist für Europa nicht bestätigt, wie der Lexus Europe Newsroom mitteilt.

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Das Innere

Im Innenraum setzt Lexus auf das Konzept „Driving Lounge": sechs Kapitänssitze, ein Panoramadach, aufwendige Geräuschdämmung und sechs Varianten von Ambientebeleuchtung, inspiriert von japanischer Ästhetik. Passagiere in der zweiten Reihe erhalten belüftete Sitze mit elektrischer Fußstütze. Dazu kommen ein volldigitales Armaturenbrett, Sitzheizung in allen Reihen sowie ein 21-Lautsprecher-Soundsystem. Eine Hinterachslenkung soll das Rangieren des langen SUV im Stadtverkehr erleichtern – auf engen Parkhäusern durchaus relevant.


Der simulierte Klang

Die auffälligste – und diskussionswürdigste – Eigenschaft des TZ ist die Simulation von Verbrennermotorgeräuschen über die Lautsprecher, inklusive nachgeahmter Gangwechsel. Toyota, Mutterkonzern von Lexus, will damit konservative Käufer ansprechen, die das akustische Erlebnis eines Benziners vermissen. EV-Puristen werden das anders sehen. Es ist ein klares Signal: Lexus positioniert den TZ als Komfortfahrzeug für Umsteiger, nicht als technisches Statement.

Einordnung

Gegenüber dem Volvo EX90 und dem BMW iX betont der TZ japanische Handwerkskunst und Ruhe statt Fahrdynamik. Prototypen wurden bereits am Nürburgring gesichtet, berichtet AutoNews – ein Zeichen, dass das Fahrzeug unter europäischen Bedingungen erprobt wird. Konkrete Preise für Deutschland werden erst 2026 erwartet. Wer auf der Suche nach einem großen elektrischen Familien-SUV mit Premiumanspruch ist, sollte den TZ auf der Beobachtungsliste behalten – auch wenn die finale Kaufentscheidung erst in rund zwei Jahren fallen kann.

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