Safari bekommt KI-Tabs: Apple testet automatische Gruppierfunktion für iOS 27
Apple arbeitet an einer neuen Funktion für den Browser Safari, die geöffnete Tabs automatisch nach Themen oder Inhaltstypen gruppiert. Das berichtet Bloomberg-Journalist Mark Gurman, der die Funktion „Organize Tabs" als derzeit in der Entwicklung beschreibt. Offiziell bestätigt hat Apple nichts – eine Vorstellung zur WWDC 2026 am 8. Juni gilt jedoch als wahrscheinlich.
Die Funktion
„Organize Tabs" soll in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 erscheinen und auf den bestehenden Tab-Gruppen aufbauen, die Apple 2021 mit Safari 15 einführte. Laut Gurman können Nutzerinnen und Nutzer selbst entscheiden, ob die Gruppierung automatisch erfolgt oder manuell gesteuert wird – ein Unterschied zur Umsetzung bei Google Chrome, wo die Funktion stärker automatisiert abläuft.
Obwohl KI-Technologie unter der Haube zum Einsatz kommen soll, plant Apple offenbar nicht, „Organize Tabs" unter dem Markennamen Apple Intelligence zu vermarkten. Warum genau, ist nicht bekannt.
Der Vergleich mit Chrome
Google hat eine ähnliche Funktion namens „Organize Similar Tabs" bereits im Januar 2024 in Chrome M121 eingeführt – laut Google-Blog als Teil eines größeren Pakets generativer KI-Funktionen. Apple folgt damit rund 17 Monate später.
Für den deutschen Markt bleiben wichtige Fragen offen: Ob die Verarbeitung der Tab-Inhalte auf dem Gerät selbst oder in der Cloud stattfindet, hat Apple nicht kommuniziert. Das ist relevant, weil KI-Funktionen, die Nutzerdaten in die Cloud übertragen, unter den EU-AI-Act und die DSGVO fallen können. Hinweise auf eine spezifische Rollout-Strategie für Deutschland oder Europa gibt es bislang nicht.
Was zu erwarten ist
Apple stellt neue Betriebssystemversionen traditionell auf der WWDC vor – 2026 beginnt die Konferenz am 8. Juni, wie MacRumors bestätigt. Dort dürfte auch „Organize Tabs" offiziell vorgestellt werden. Wann genau das Update in Deutschland verfügbar sein wird und ob die Funktion standardmäßig aktiviert ist, bleibt bis dahin unklar.
Wer viele Browser-Tabs gleichzeitig offen hält, kennt das Problem: Der Überblick geht schnell verloren. Eine automatische Sortierung könnte dabei helfen – vorausgesetzt, Apple klärt rechtzeitig, wie die Funktion mit Nutzerdaten umgeht.
Quelle: Bloomberg