Forza Horizon 6: Microsoft verteilt „ewige" Hardware-Sperren für Spieler der geleakten Version

Forza Horizon 6: Microsoft verteilt „ewige" Hardware-Sperren für Spieler der geleakten Version
Artwork zu Forza Horizon 6. Illustration: Microsoft. Quelle: Illustration: Microsoft

Wer die geleakte Version von Forza Horizon 6 vor dem offiziellen Release am 19. Mai gestartet hat, riskiert eine permanente Hardware-Sperre durch Microsoft. Die Sperre blockiert nicht den Account, sondern das Gerät selbst – konkret die Motherboard- und CPU-Kennungen. Ein Windows-Neuaufsetzen hebt sie nicht auf.

Das Leak und die Reaktion

Zwischen dem 10. und 11. Mai 2026 stellte Steam einen 155 GB großen, unverschlüsselten Preload von Forza Horizon 6 bereit – ein Fehler von Playground Games, nicht das Werk von Hackern, wie VGC berichtete. Die Dateien ließen sich problemlos entpacken, und erste Spieler starteten die Vollversion eine Woche vor dem offiziellen Launch. Microsofts Reaktion folgte schnell: Betroffene Nutzer erhielten Sperrbenachrichtigungen mit dem Ablaufdatum 31. Dezember 9999 – umgerechnet rund 8.000 Jahre oder 69,9 Millionen Stunden Wartezeit. Als offizieller Grund nennt das System „Cheating oder unerlaubtes Modding", obwohl der Zugriff auf die geleakte Version weder mit Cheating noch mit Mods zu tun hatte.

Artwork zu Forza Horizon 6. Illustration: Microsoft
Artwork zu Forza Horizon 6. Illustration: Microsoft

Was eine HWID-Sperre bedeutet

Eine HWID-Sperre (Hardware-ID-Sperre) trifft das Gerät, nicht das Konto. Selbst wer Windows neu installiert oder einen neuen Account anlegt, bleibt gesperrt – die Kennungen von Mainboard und Prozessor bleiben unverändert, wie WCCFtech bestätigt. Um wieder Zugang zu Online-Funktionen von Xbox-Diensten zu erhalten, müssen Betroffene entweder neue Hardware kaufen oder sogenannte HWID-Spoofer einsetzen. Letztere sind Programme, die Hardware-Kennungen gegenüber dem System verschleiern – sie sind rechtlich grau, häufig mit Schadsoftware verseucht und können neue Sperren auslösen.

Offene Fragen zum Verbraucher­schutz

Die Maßnahme wirft Fragen auf, die über Gaming hinausgehen. EU-Verbraucherrichtlinien und deutsches Recht schützen grundsätzlich das Eigentum an einem Gerät. Eine Sperre, die ein gekauftes Mainboard dauerhaft von bestimmten Online-Diensten ausschließt, bewegt sich in einer rechtlich ungeklärten Zone – zumal Microsoft den Eingriff mit einer sachlich falschen Begründung (Cheating) belegt. Eine offizielle Stellungnahme von Microsoft oder Playground Games zu Sperrkriterien und einem Einspruchsverfahren steht bislang aus.

Forza Horizon 6 ist ab dem 19. Mai auf Steam und im Xbox Game Pass verfügbar. Das Spiel findet in Japan statt, bietet über 550 lizenzierte Fahrzeuge und die bisher größte Karte der Horizon-Reihe.

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