Pragmata könnte eine Franchise werden – Capcom sieht großes Potenzial
Capcoms neues Sci-Fi-Actionspiel Pragmata hat in den ersten zwei Tagen nach dem Launch am 17. April 2026 über eine Million Exemplare verkauft – und der Hersteller denkt bereits laut über eine Franchise nach. Das ist bemerkenswert für eine völlig neue IP, die mehr als sechs Jahre in der Entwicklung steckte und mehrfach verschoben wurde.
Der Weg zur Million
Pragmata erzählt die Geschichte des Weltraumingenieurs Hugh und des Androiden-Mädchens Diana. Das Spiel stammt von einem jungen Entwicklerteam bei Capcom und verbindet Third-Person-Shooter-Mechaniken mit Hacking-Elementen. Der Metacritic-Score liegt bei 85 aus 54 Kritikerwertungen – Spieler und Presse handeln es bereits als ernsten Kandidaten für den Titel „Spiel des Jahres". Gelobt werden neben dem ungewöhnlichen Setting auch die technische Umsetzung: Die RE Engine, die Capcom auch für Resident Evil und Devil May Cry nutzt, sorgt auf PS5 Pro und PC für stabile Performance und ordentliches Ray Tracing.
Das Spiel erschien gleichzeitig für PC, PlayStation 5, Xbox Series und Nintendo Switch 2 – in Deutschland über die üblichen digitalen Kanäle (PlayStation Store, Steam, Xbox) sowie im stationären Handel. Der Preis lag zum Start bei 60 US-Dollar beziehungsweise 50 Pfund Sterling, also deutlich unterhalb des inzwischen verbreiteten 70-Dollar-Standards für AAA-Titel.
Franchise-Pläne und Capcoms Strategie
Rob Dyer, COO von Capcom USA, äußerte sich auf der iicon-Konferenz in Las Vegas klar: Pragmata sei ein Beleg dafür, dass der aktuelle Entwicklungsansatz des Unternehmens funktioniert. Capcom beziehe westliche Spielerpräferenzen aktiv in die Entwicklung ein, veröffentliche früh Demos und hole Feedback ein – so auch bei Pragmata, für das im Dezember 2025 eine Demo erschien. Laut GamesRadar sagte Dyer, Capcom habe „eine neue starke IP, die man weiterentwickeln kann".
Eine offizielle Bestätigung für eine Fortsetzung oder einen Spin-off gibt es bislang nicht. Dyers Aussage ist eine deutliche Absichtserklärung, aber kein konkretes Versprechen. Wie Capcom im offiziellen Pressematerial bestätigt, sieht das Unternehmen im Millionen-Verkauf einen Beweis für die Tragfähigkeit neuer Marken neben etablierten Reihen wie Resident Evil oder Monster Hunter.
Ausblick
Pragmata zeigt, dass Capcom bereit ist, Zeit und Ressourcen in neue Ideen zu investieren – auch wenn es sechs Jahre und mehrere Verzögerungen braucht. Ob daraus tatsächlich eine Franchise wird, hängt jetzt von den Verkaufszahlen der kommenden Wochen ab. Der Start ist jedenfalls geglückt.