Xiaomi verteilt Patches für Geräte ohne Support – und zeigt der Branche den Spiegel

Xiaomi verteilt Patches für Geräte ohne Support – und zeigt der Branche den Spiegel

Xiaomi hat für mehrere Geräte mit offiziellem EOL-Status (End of Life) überraschend neue Firmware-Updates veröffentlicht – also für Smartphones, deren Softwareunterstützung eigentlich längst eingestellt worden ist. Betroffen sind populäre Mittelklasse-Modelle, die viele Nutzer in Deutschland noch aktiv verwenden. Wer eines dieser Geräte besitzt, bekommt damit unerwarteten Schutz vor Sicherheitslücken.

Die betroffenen Modelle

Laut dem Fachportal XiaomiTime haben folgende Geräte außerplanmäßige Updates erhalten:

- Poco F4 GT - Poco F4 - Xiaomi 11i - Redmi Note 11 Pro+ - Redmi K60e - Xiaomi 12 - Xiaomi 12 Pro

Sicherheit ja, neue Funktionen nein

Wer jetzt auf HyperOS-Neuerungen oder ein Android-Versions-Upgrade hofft, wird enttäuscht. Die Updates beheben kritische Fehler und schließen Sicherheitslücken – mehr nicht. Keine neuen Oberflächen-Funktionen, kein frisches Android. Xiaomis eigene Richtlinie, nachzulesen beim Xiaomi Security Center, legt fest: Mindestens zwei Jahre nach dem Verkaufsstart gibt es Sicherheits-Patches. Bei besonders schwerwiegenden Schwachstellen kann das Unternehmen auch nach dem offiziellen EOL-Datum reagieren – genau das geschieht hier.

Weit hinter Samsung und Google

Der Schritt ist löblich, ändert aber nichts am strukturellen Problem: Xiaomi garantiert für Mittelklasse-Geräte offiziell nur zwei Jahre Sicherheitsupdates. Samsung und Google bieten beim Galaxy S24 und den aktuellen Pixel-Modellen inzwischen sieben Jahre – das bestätigt Android Authority. Apple unterstützt seine iPhones erfahrungsgemäß fünf bis sechs Jahre lang. Wer in Deutschland ein Xiaomi-Smartphone kauft, sollte diesen Unterschied kennen – gerade weil die Geräte oft ohne klare Angaben zur Support-Dauer im Regal stehen, ob bei Amazon.de, MediaMarkt oder Saturn.

Was das bedeutet

Dass Xiaomi EOL-Geräte weiterhin beobachtet und bei Bedarf patcht, ist ein positives Signal. Es bedeutet aber keine dauerhafte Wiederherstellung des Supports. Wer das betroffene Gerät noch Jahre nutzen möchte, bleibt langfristig auf sich gestellt. Für die Branche insgesamt ist es dennoch ein Hinweis: Die Erwartungen an Softwarepflege steigen – und der Druck durch EU-Regulierung dürfte künftig zunehmen. Wer ein neues Smartphone kauft, sollte die versprochene Update-Laufzeit genauso prüfen wie Prozessor und Kamera.

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