Xiaomi drängt in die Top 5 der chinesischen E-Auto-Hersteller

Xiaomi drängt in die Top 5 der chinesischen E-Auto-Hersteller

Xiaomi hat im April 2026 mehr als 30.000 Elektroautos ausgeliefert und sich damit auf Platz fünf der größten E-Auto-Hersteller Chinas vorgearbeitet – ein bemerkenswerter Aufstieg für ein Unternehmen, das erst seit zwei Jahren Autos baut. Wer glaubte, der Smartphone-Konzern würde im Automobilgeschäft scheitern, sieht sich widerlegt.

Die Rangliste

BYD bleibt unerreicht mit 182.025 Einheiten im April. Dahinter folgen Geely (95.585), Changan (64.471) und Leapmotor (57.162). Xiaomi kommt laut CnEVPost April 2026 EV deliveries auf über 30.000 Einheiten und verdrängt damit Chery, SAIC-GM-Wuling, Li Auto sowie Nio aus den oberen Rängen. Das YU7-SUV verkauft sich derzeit besser als die Limousine SU7; eine neue Generation des SU7 trägt zusätzlich zum Wachstum bei.

Das Servicenetz wurde auf 495 Standorte in 143 chinesischen Städten ausgebaut – ein Faktor, den viele Analysten beim schnellen Hochlauf unterschätzt hatten.

Software als entscheidender Vorteil

Der Kern des Erfolgs liegt in der Softwareintegration. HyperOS vernetzt Xiaomi-Smartphones, Wearables und Smart-Home-Geräte nahtlos mit dem Fahrzeug. Während traditionelle Hersteller ihr Infotainment noch immer mühsam modernisieren, bringt Xiaomi eine fertige Ökosystemlösung mit. Das ist ein Ansatz, den BMW mit iDrive oder Mercedes mit MBUX so nicht replizieren können, ohne ihr gesamtes Produktsystem umzubauen.

Deutschland als Testmarkt

Für Käufer hierzulande ist das vorerst ein Blick in die Ferne. Ein offizieller Marktstart in Deutschland ist für 2027 geplant, wie Go-Electra: Xiaomi range for Europe (DE price & tariff detail) bestätigt. Der SU7 Ultra wurde bereits in München zugelassen und hielt zeitweise den Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife (7:04,957 min) – dieser wurde inzwischen vom Porsche Taycan Turbo GT unterboten. Xiaomis Präsident absolvierte eine Testfahrt auf deutschen Autobahnen von Berlin über Hamburg bis Frankfurt und lobte die Ladeinfrastruktur, berichtet CarNewsChina.

Das Münchner Entwicklungszentrum beschäftigt ehemalige BMW-Ingenieure und arbeitet an der EU-Zulassung. Die Einstiegspreise für den SU7 Standard werden auf 35.000 bis 40.000 Euro geschätzt. Allerdings gilt ein EU-Zollaufschlag von 30,7 Prozent (10 % Basiszoll plus 20,7 % Ausgleichsabgabe) – ohne lokale Produktion in Europa wird das die Endpreise spürbar belasten.

Hinzu kommen lange Wartezeiten: In China wartet man derzeit rund 41 Wochen auf einen SU7 und bis zu 58 Wochen auf einen YU7. Wie schnell Xiaomi die Kapazitäten für Europa hochfahren kann, bleibt offen. Der Marktstart 2027 ist bestätigt – ob er reibungslos verläuft, steht noch nicht fest.

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